Longines

Uhrmacherische Meilensteine

  • 1832-1850

    Auguste Agassiz beteiligt sich an einem bereits existierenden Uhrenkontor in Saint-Imier, das Taschenuhren mit Spindelhemmung herstellt und vermarktet. Diese sind im Allgemeinen kennzeichnend für die in der Schweizer Uhrmacherei produzierten Systeme.

  • 1850-1860

    Das Uhrmacherunternehmen verwendet Uhrwerke mit Zylinderhemmungen für seine Taschenuhren mit Schlüsselaufzug. Diese sind dem Schweizer Produktionssystem für Zeitmesser in der Bauart ähnlich.

  • 1860

    Ernest Francillon übernimmt die Leitung des Unternehmens und führt eine neue technische Lösung zur Kontrolle der Schwingungen des Regulierorgans innerhalb der Uhrwerke ein: die Ankerhemmung. Diese Art von Hemmung unterscheidet sich von den lokal angewandten Systemen, wird aber zur standardmäßig eingesetzten Hemmung in der Uhrmacherei in Saint-Imier.

  • 1867

    Gründung der Longines Fabrik und Herstellung des ersten Uhrwerks, das Kaliber 20A. Dieses 20-Linien-Kaliber verfügt über eine Ankerhemmung sowie einen Bügelaufzug und einen Zeiteinstellungsmechanismus. Das Uhrwerk wird im selben Jahr bei der Weltausstellung in Paris mit einem Preis ausgezeichnet.

  • 1867-1875

    1867-1875: Longines erwirbt und entwickelt die technischen Kompetenzen, die zur Herstellung der hauseigenen Uhrwerke notwendig sind und entwirft ein rationales Produktionssystem. Die in dieser Zeit in der Fabrik hergestellten Uhrenkaliber stellen den Beginn einer Linie dar, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts weiter bestehen wird.

  • 1877

    Die Manufaktur entwirft ein Uhrwerk, das kürzlich errungene mechanische Verbesserungen enthält. Das 18-Linien-Kaliber Lepine (18L) bringt mechanische Konstruktionstechniken in den Herstellungsprozess ein, und das Unternehmen hat nun die strategische Kompetenz zur hausinternen Entwicklung seiner Kaliber inne.

  • 1878

    Als der Einsatz von mechanischen Verfahren innerhalb der Manufaktur ausgereift ist, stellt Longines ein mit einfachen Chronographen-Funktionen ausgestattetes Uhrwerk her. Das Kaliber 20H ist das erste Longines Instrument im Bereich der Zeitnahme und der Messung von abgelaufener Zeit. Im 20. Jahrhundert wird die Marke stark in diese Bereiche investieren.

  • 1880

    Die Manufaktur lanciert eine Reihe von Kalibern, die mit den in der Fabrik entwickelten mechanischen Produktionstechniken hergestellt wurden. Diese Familie von Uhrwerken beinhaltet eine breite Zählerscheibe und eine geradlinige Ankerhemmung.

  • 1888

    Nachdem die Grundlagen für ein uhrmacherisches Produktionssystem mit Werkzeugmaschinen gelegt sind, kann Longines nun einen Teil der Ressourcen im Bereich der Präzision anlegen und entwickelt das erste amtlich beglaubigte Chronometer, das Kaliber 21.59. Dieses Uhrwerk beruht auf einem 1878 firmenintern entwickelten Kaliber, das zur Verbesserung der Ganggenauigkeit dient.

  • 1889

    Longines entwirft ein zweites Uhrwerk, welches eine hochpräzise Regulierung ermöglicht. Das 21-Linien-Kaliber 21.60 geht aus den technischen Grundlagen hervor, die in den 1870er-Jahren von der Manufaktur entwickelt wurden.

  • 1889

    Longines lanciert das Uhrwerk 19CH, das für einen Eindrücker-Chronographen bestimmt ist. Es ist zusätzlich mit einem Mechanismus für die halbspringende Datumschaltung ausgestattet. Dieses Uhrwerk entspricht dem Anliegen von Longines, der wachsenden Beliebtheit des Sports und der massiven Nachfrage an Zeitmessern mit einer Sortimentserweiterung gerecht zu werden.

  • 1893

    Das Unternehmen in Saint-Imier entwickelt ein 11½-Linien-Kaliber (26 mm). Die kleine Größe entspricht dem wachsenden Interesse für Schmuckuhren und Schmuckstücke, die eine Uhr in sich tragen.

  • 1895

    Einführung einer neuen Linie von Kalibern (einschließlich der Uhrwerke 18.68 und 18.69). Sie wird mehrere Jahre lang und mit verschiedenen Varianten hergestellt.

  • 1897

    Alfred Pfister, ein junger Facharbeiter, der 1896 in das Unternehmen einstieg, entwickelt das Uhrwerk 9.77. Dieses 9½-Linien-Kaliber (21,30 mm) ist das kleinste Uhrwerk, das von Longines im 19. Jahrhundert hergestellt wurde. Es ist von einigen der größeren Modelle des Unternehmens inspiriert.

  • 1897

    Longines entwickelt das Kaliber 19.73, ein 19-Linien-Uhrwerk, das mit einem augenblicklichen 30-Minuten-Zähler für einen Eindrücker-Chronographen ausgestattet ist. Diese Uhr, die die Messung von Zeitabständen ermöglicht, genießt großen Erfolg in der Sportwelt und in anderen Bereichen (wie z. B. der Medizin).

  • 1900

    Longines gewinnt den Grand Prix bei der Weltausstellung in Paris mit der Taschenuhr namens „La Renommée“. Sie ist mit dem Chronometer Kaliber 21.59 ausgestattet.

  • 1908

    Die Manufaktur in Saint-Imier entwickelt ein 24-Linien-Kaliber für integrierte Chronometer. Longines dringt weiter in den Bereich der Präzisionszeitmessung vor und entwickelt qualitativ hochwertige Geräte.

  • 1909

    Durch die Entwicklung von kleinen Kalibern mit der ursprünglichen Technologie aus den frühen 1900er-Jahren kann Longines im großen Stil die Fertigung von Armbanduhren und Schmuckuhren kommerzialisieren.

  • 1909

    Die Manufaktur entwickelt eine neue Variante des Chronographen-Kalibers 19.73 mit einem augenblicklichen 60-Minuten-Zähler. Dieses Uhrwerk ist flacher als sein Vorgänger und misst Zeitabstände mit einer Genauigkeit von 1/5tel oder 1/10tel Sekunde.

  • 1910

    Longines entwickelt ein Chronometer-Uhrwerk mit einem Durchmesser von 21 Linien, das Kaliber 21.29. Dieses Präzisionsuhrwerk wird mit mehreren Varianten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Es bietet weiterhin die technische Grundlage für das Siderometer, welches 1939 vom Unternehmen entwickelt wurde.

  • 1911

    Mit einer fass- oder tonneauförmigen Uhr steigt Longines in die elegante Welt der Armbanduhr ein. Diese Uhr ist zudem der Vorfahre der Longines evidenza Kollektion.

  • 1912

    Die Marke mit der geflügelten Sanduhr baut ein 8-Linien-Kaliber für kleine Armbanduhren: das Uhrwerk 8.37.

  • 1913

    Longines führt sein erstes Kaliber, das 13.33Z, für eine Armbanduhr mit Eindrücker-Chronographen ein. Dieses Uhrwerk hat einen Durchmesser von 29 mm, ist mit einem augenblicklichen 30-Minuten-Zähler ausgestattet und geht auf 1/5tel Sekunde genau.

  • 1914

    Entwicklung und Markteinführung eines Uhrwerks mit einer Gangreserve von 8 Tagen: das Kaliber 19.41.

  • 1916

    Während des Krieges beginnt das Unternehmen, in Saint-Imier geformte Uhrwerke zu entwickeln, und vertreibt eine Reihe von ovalen und rechteckigen Kalibern für Armbanduhren.

  • 1920

    Entwicklung des 24.41 Uhrwerks, ein 24-Linien-Kaliber mit einer Gangreserve von 8 Tagen sowie einer Gangreserveanzeige. Es wird in eine Reihe spezifischer Modelle bei Kleinuhren, Tischuhren, Reiseuhren und Uhren für Autos oder Flugzeuge eingesetzt.

  • 1921

    Einführung eines Uhrwerks, das mit einem Weckmechanismus ausgestattet ist: das Kaliber 19.65.

  • 1922

    Immer mehr Zeitmesser werden entwickelt, unter anderem eine neue Variante des 19.73N Chronographen-Uhrwerks mit Flyback-Mechanismus.

  • 1925

    Longines entwickelt ein ovales Kaliber, das 7.48 Uhrwerk, um die steigende Nachfrage nach dieser Form auf dem amerikanischen Markt zu befriedigen. Es wird insbesondere zur Ausstattung von oval- und tonneauförmigen Armbanduhren eingesetzt.

  • 1928

    Das Unternehmen beginnt mit der Erneuerung der derzeit produzierten Kaliber und entwickelt eine technische Produktgrundlage mit modernisierten Fertigungsmitteln. Beispiele für diese Generation von Kalibern sind die Kaliber 18.68Z und 18.69Z.

  • 1929

    Longines führt die Entwicklung von Zeitmessern fort und baut mehrere Chronographen, die mit Varianten des Kalibers 18.72 ausgestattet sind.

  • 1929

    Philip van Horn Weems, ein amerikanischer Kommandant und Navigationslehrer, entwickelt das „Weems System of Navigation“. In Zusammenarbeit mit Longines reicht er ein Patent für ein System ein, das die sekundengenaue Synchronisierung einer Uhr mit dem Radio-Zeitzeichen ermöglicht.

  • 1930

    Das Kaliber 4.21 wird dem Geschmack und den Anforderungen des amerikanischen Marktes entsprechend entworfen. Es ist ein kleines Uhrwerk in Baguette-Form mit einer Größe von 9,15 mm x 21,00 mm.

  • 1930

    Entwicklung eines rechteckigen Uhrwerks mit abgerundeten Ecken bzw. eines tonneauförmigen Uhrwerks, mit der Bezeichnung 9.47NN (bzw. 20.28).

  • 1931

    Nach seinem Flug über den Atlantik ohne Zwischenlandung von New York nach Paris beauftragte der Pilot Charles A. Lindbergh die Firma Longines mit der Produktion eines von ihm entwickelten Navigationsmessgeräts. Die daraus entstandene Stundenwinkeluhr ist sowohl ein Zeitmesser als auch ein Rechengerät. Sie begleitet in der Folge eine ganze Generation von Piloten bei der schrittweisen Eroberung des Himmels.

  • 1932

    Als Antwort auf den Modetrend der geformten Uhrwerke produziert Longines das kleine Kaliber 6.22 in Baguette-Form und das rechteckige Kaliber 9.32 mit einem separaten Sekundenzifferblatt.

  • 1932

    Markteinführung des Kalibers 37.9. Die Stundenwinkeluhr, die von Charles Lindbergh entwickelt und von Longines produziert wurde, ist mit einer Variante dieses Uhrwerks ausgestattet.

  • 1936

    Einführung des Armbandchronographen Kaliber 13ZN. Ausführung in mehreren Varianten: mit 1 oder 2 Drückern, einem halbaugenblicklichen Zähler oder einem kontinuierlichen 60-Minuten-Zähler. Für dieses Kaliber reicht Longines ein Patent zum Schutz der Flyback-Funktion ein.

  • 1938

    Longines bringt einen Armbandchronographen mit einem stabil gebauten, firmenintern entwickelten Uhrwerk auf den Markt. Dieses Kaliber 12.68Z verfügt über einen zusätzlichen „Sekundenstopp“-Mechanismus.

  • 1939

    Das Präzisionsuhrwerk 21.29 wird zur Herstellung eines Siderometers verwendet, welches die Sternzeit von Greenwich in Graden, Gradminuten und Minutenteilen angibt. Es beschleunigt die Positionsberechnung durch die direkte Angabe des Stundenwinkels zwischen dem Frühlingspunkt und Greenwich.

  • 1939

    Longines entwickelt eine Familie mechanischer Zeitmesser mit einem 24-Linien-Kaliber. Sie enthalten einen Chronographen mit einem halbaugenblicklichen 30-Minuten-Zähler mit Flyback sowie einem halbaugenblicklichen Sportzähler mit oder ohne Flyback. Das Unternehmen stellt einen auf derselben Technologie beruhenden Zähler her, der die Zeit bis zu 1/100stel Sekunde misst.

  • 1943

    Während des Krieges entwirft die Manufaktur ein mechanisches Uhrwerk mit einem Zeigerkalender, der in ein bereits in der Produktion befindliches Kaliber eingebaut ist. Das neue Uhrwerk erhält die Bezeichnung 12.68ZQ.

  • 1943

    Longines entwickelt und überarbeitet seine mechanischen Zeitmesser und entwirft eine Variante mit Flyback für das Chronographen-Kaliber 18.72.

  • 1945

    Das Unternehmen bringt das erste automatische Uhrwerk auf den Markt, das Kaliber 22A, welches während des Krieges in der Manufaktur entwickelt wurde. Dieses runde Uhrwerk mit einem Durchmesser von 21,5 mm wird sowohl mit einem kleinen Sekundenzähler als auch mit zentraler Sekunde produziert und ist durch mehrere Patente geschützt. Eine große Herausforderung, an der alle Produktionsabteilungen beteiligt sind, stellt der Bau des Prototyps dar, der eine neue Technologie für den Aufzug enthält, die aber noch nicht der Massenfertigung angepasst wurde.

  • 1947

    Das technische Büro beschließt, ein Armband-Chronographenkaliber zu entwickeln, das leichter als die derzeitig produzierten Modelle ist. Nach einer langen Phase der Analyse und Überarbeitung produziert Longines ein Uhrwerk mit Handaufzug, das zur Ausstattung des Chronographenmechanismus 30CH eingesetzt wird. Es ist der letzte Chronograph, der von der Manufaktur in Saint-Imier entwickelt wurde.

  • 1950

    Mit dem Produktionsstart von Uhrwerken, die speziell für die Zeitnahme entwickelt wurden, bekennt sich die Marke entschieden zu ihrem Engagement für Präzision. Das Unternehmen baut 300 Stück des 30Z, ein 30 mm großes Kaliber, das nur für Observatoriumswettbewerbe eingesetzt wird.

  • 1952

    Ein zweites Uhrwerk mit Automatikaufzug, das 19A, wird in mehreren Varianten mit zentraler Sekunde oder einem Kalender entwickelt.

  • 1954

    Einführung der Conquest Linie, eine Uhr, die bis ins 21. Jahrhundert weitergeführt wird. Die Conquest Modelle beruhen auf einem neuen Fertigungsansatz, der sich nach und nach in der Uhrenproduktion durchsetzt.

  • 1956

    Entwicklung des Kalibers 14.17 für Damenuhren, ein kleines Uhrwerk mit Automatikaufzug. Es ist 17 mm x 14,20 mm groß und die Unruh-Spiralfeder schlägt mit einer Frequenz von 19.800 Schwingungen pro Stunde.

  • 1957

    Longines stellt die Flagship vor, eine mit dem Kaliber 30L ausgestattete Armbanduhr, die 1955 von den Technikern der Manufaktur gebaut wurde. Diese Uhr verfolgt einen neuen Marketingansatz und bestätigt die neuen Trends in der Herstellung, die 1954 mit der Conquest Kollektion eingeführt wurden. Die Produktion der FlagshipUhren setzt sich bis ins 21. Jahrhundert fort.

  • 1957

    Das Unternehmen passt seine Zeitmessungsmechanismen für die Produktion des Kalibers 260 an, ein Chronograph, der auf dem 1939 entwickelten 24-Linien-Uhrwerk basiert. Der Chronograph verfügt über einen halbaugenblicklichen 30-Minuten-Zähler und eine Flyback-Funktion. Die Unruh-Spiralfeder schlägt mit einer Frequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde.

  • 1958

    Das von Longines mehrere Jahre zuvor angepasste Produktionssystem ermöglicht die Entwicklung des Kalibers 290 mit Automatikaufzug und einer Unruh-Spiralfeder mit einer Frequenz von 19.800 Halbschwingungen pro Stunde. Es wird in verschiedenen Varianten produziert. Im Folgenden wird konstant die Frequenzerhöhung des Regulierorgans zur Verbesserung der mechanischen Uhrwerke verfolgt.

  • 1959

    Speziell für Observatoriumswettbewerbe wird das Kaliber mit der Referenz 360 entwickelt. Aufgrund der beachtlichen Größe dieses Gangwerks in rechteckiger Form kann ein Federgehäuse benutzt werden und ein großes Tandem Balancier-Spiralfeder eingesetzt werden, was einen sehr präzisen Lauf gewährleistet. Dieses Kaliber 360 stellt Präzisionsrekorde in der Armbandchronometer-Kategorie des Observatoriums Neuchâtel auf.

  • 1959

    Auf der Messe in Basel stellt Longines die Armbanduhr Jamboree vor. Sie ist mit dem ebenfalls 1959 gebauten Kaliber 280 ausgestattet und in verschiedenen Varianten verfügbar.

  • 1959

    Das Kaliber 290 und seine verschiedenen Varianten dienen zur Entwicklung einer Conquest Palette mit Automatikaufzug.

  • 1960

    Longines führt das Uhrwerk 261 mit einem Durchmesser von 50 mm für die Taschenuhrkategorie der Observatoriumswettbewerbe ein. Die Unruh-Spiralfeder schlägt mit einer Frequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. Dieses Uhrwerk baut auf einem 24-Linien-Kaliber auf, das 1939 speziell für die Zeitmessung im Sport entwickelt wurde.

  • 1960

    Für die Flagship Palette baut das Unternehmen in Saint-Imier das Kaliber 340 mit mehreren Varianten (341, 342, 343, 345). Dieses 12-Linien-Kaliber mit Automatikaufzug ist mit einer Unruh-Spiralfeder mit einer Frequenz von 19.800 Halbschwingungen pro Stunde ausgestattet.

  • 1963

    Um die verschiedenen Möglichkeiten zu bewerten, die sich durch die neue Technologie, die die Uhrenindustrie überflutet, anbieten, baut Longines das Uhrwerk 400, ein elektromechanisches Kaliber, das von einer 1,35 V Quecksilberbatterie betrieben wird.

  • 1963

    Longines stellt eine neue Kollektion mit dem Namen „Imier" vor. Diese soll des Heiligen gedenken, der die Stadt gegründet hat, in der die Marke entstanden, gewachsen und erfolgreich geworden ist. Diese Uhrenlinie ist von der Art und Weise inspiriert, auf die ein Bildhauer die Ästhetik einer Statue formt. Zur Gestaltung eines Stils erforscht das Unternehmen die Verarbeitung von Werkstoffen und gliedert die Komponente des Designs ausdrücklich in seinen Produktionsprozess ein.

  • 1965

    Im Rahmen ausführlicher Forschungsarbeiten konnte Longines ein elektronisches Gangwerk auf Quarzbasis entwickeln, das Kalibers 800, das zur Ausstattung integrierter Bord-Chronometer verwendet wird. Das Präzisionsniveau dieser Chronometer eröffnet ganz neue Perspektiven und übertrifft deutlich die Leistungen der mechanischen Kaliber in den Observatorien.

  • 1967

    Longines führt den 430 ein, ein neues 11½-Linien-Kaliber mit Automatikaufzug, das dieselben Merkmale aufweist, die das Unternehmen für die Gangwerke bei Präzisionswettbewerben der Observatorien konzipiert hat. Die Kollektion mit der Bezeichnung "Ultra-Chron" wurde gleichzeitig wie die der 430 entwickelt. Die Markteinführung dieses Uhrwerks bedeutet eine Gegenmaßnahme auf dem Gebiet der Mechanik gegenüber den Wettbewerbern, die auf Elektronik- und Quarzsteuerung setzen.

  • 1969

    Das Ziel des „Projet Sablier“ („Sanduhr-Projekt“) ist es, vor 1970 eine Longines Quarzuhr zu entwickeln. Dieses Ziel ist erreicht, als das Unternehmen das Kaliber 6512, mit der Bezeichnung „Ultra-Quarz", auf den Markt bringt. Der Quarzresonator in diesem elektronischen Armbanduhr-Uhrwerk schlägt mit einer Frequenz von 9.350 Zyklen pro Sekunde. Es ist ein kybernetisches Uhrwerk in dem Sinne, dass es aus zwei schwingenden Kreisläufen besteht, die sich gegenseitig stabilisieren.

  • 1972

    Longines stellt eine Armbanduhr vor, die sie zusammen mit Ebauches SA und Texas Instruments Inc. entwickelt hat. Anders als andere von der Marke produzierte Modelle besitzt der „Longines LCD“-Zeitmesser eine digitale Anzeige auf einem Bildschirm aus Flüssigkristall. Mit einer Genauigkeit von ungefähr einer Minute Abweichung pro Jahr wird die Uhr von der IR100 (Annual Industrial Research Conference and Awards) mit dem höchsten Preis ausgezeichnet.

  • 1972

    Longines entwickelt die Admiral Kollektion, eine Uhrenlinie, die mit Kalibern mit Automatikaufzug ausgestattet ist.

  • 1973

    Dem Design wird bei der Entwicklung von Armbanduhren immer mehr Bedeutung beigemessen, und Longines bietet Serge Manzon die Zusammenarbeit für die neue Kollektion an. Er entwirft Uhren mit gewagtem neuem Look in massivem Silber.

  • 1975

    Die Fabrik in Saint-Imier testet neue technologische Ansätze zur Verbesserung des Betriebs von mechanischen Uhrwerken mit Automatikaufzug. 1975 entwickelt die Manufaktur das Kaliber 890 mit Automatikaufzug, das serienmäßig mit zwei koaxialen Federhäusern ausgestattet ist. Diese innovative Lösung verbessert die Beständigkeit der Energieübertragung und damit den Betrieb und die Ganggenauigkeit des Uhrwerks.

  • 1975

    Einführung der „Kleopatra“-Uhr, die mit ihrem „Sklaven“-Armband von orientalischem Design inspiriert ist. Das Modell wird mit einer Goldenen Rose in Baden-Baden ausgezeichnet.

  • 1976

    Vermarktung des ersten elektronischen Chronographen der Marke, des „Montreal“, der nach der Gastgeberstadt der Olympischen Spiele von 1976 benannt ist. Sein elektronisches Stimmgabel-Uhrwerk ist mit einem Chronographenmechanismus und einem 30-Minuten-Zähler ausgestattet.

  • 1977

    Das Unternehmen produziert das mechanische Kaliber 990 mit Automatikaufzug und mit zwei Federhäusern auf derselben Ebene. Dieses flache, nur 2,95 mm hohe Uhrwerk vervollständigt die Longines Palette der mechanischen Uhrwerke zu einer Zeit, zu der sich viele Uhrmacher der Quarztechnologie zuwenden.

  • 1978

    Longines führt Uhren mit dem Kaliber 950 ein. Das elektronische Quarzwerk wird von einer Silberoxidbatterie angetrieben, die einen bipolaren Schrittmotor steuert. Dieses Uhrwerk wird ausschließlich innerhalb der Longines Fabrik entwickelt und ist ein großer Fortschritt in der traditionellen uhrmacherischen Technologie.

  • 1978

    Eleganz war schon immer die Handschrift des Unternehmens, die mit der Volubilis Kollektion neu interpretiert wird. Ein Modell dieser Linie wird mit einer Goldenen Rose in Baden-Baden ausgezeichnet. Die Ästhetik ist von nun an fester Bestandteil des Entwicklungsprozesses einer Uhr.

  • 1979

    Das Unternehmen kündigt eine herausragende technische Errungenschaft mit einer extrem flachen, nur 1,98 mm hohen Quarzuhr an. Die Feuille d'Or (Goldenes Blatt) basiert auf einer von Longines und Ebauches SA/ETA gemeinsam entwickelten Technologie.

  • 1980

    Die Entwicklung von elektronischen Quarzkalibern setzt sich mit der Einführung des Kalibers 960 in verschiedenen Varianten fort. Das Uhrwerk wird von einer Silberoxidbatterie angetrieben.

  • 1980

    Auf der Messe in Basel enthüllt Longines die flachste Quarzuhr der Welt – die erste, die von der Vorder- bis zur Rückseite weniger als einen Millimeter dick ist. Zum Ausdruck ihrer extremen Flachheit wird sie „Feuille d'Or“ (Goldenes Blatt) genannt.

  • 1981

    Die Fabrik in Saint-Imier kündigt erneut ein komplett firmenintern entwickeltes Quarzwerk an, das Kaliber 970. Es ist 1,95 mm dick und wird von einem Lavet-Motor, der von einer 1,55 V Silberoxidbatterie angetrieben wird, gesteuert. Das Uhrwerk ist in verschiedenen Varianten verfügbar, jedes mit dem berühmten Siegel des Unternehmens geprägt: die geflügelte Sanduhr.

  • 1981

    Zum Ausdruck des Engagements in der Formel 1 und der Partnerschaft mit Ferrari vermarktet Longines eine Armbanduhren-Kollektion mit dem berühmten Logo, dem aufbäumenden Pferdchen, des italienischen Autoherstellers.

  • 1982

    Die „Agassiz“, eine klassische, elegante Kollektion, wird vorgestellt zum Gedenken des 150. Jubiläums des Comptoir Agassiz, dem ursprünglichen Vorfahren des Longines Unternehmens.

  • 1982

    Longines entwickelt das elektronische Quarzkaliber 270, das von einer Lithiumbatterie angetrieben wird.

  • 1984

    Die Marke mit der geflügelten Sanduhr vermarktet ein automatisches Conquest-Modell in zweifarbigem Edelstahl mit der Bezeichnung „Las Vegas“. Sie ergänzt auf diese Weise dieses robuste, edle und leistungsfähige Sortiment einer anderen Uhr, ausgestattet mit einem elektronischen Kaliber mit Quarzssteuerung, das in den Werkstätten der Manufaktur entwickelt wurde. Dieses Uhrwerk, der 276 VHP (für Very High Precision, sehr genaue Präzision) ist das Ergebnis einer Technologie, mit der es gelingt,die Auswirkung von Temperaturschwankungen zu unterdrücken.

  • 1986

    Longines bringt die Charleston Kollektion auf den Markt. Während sie von den 1920er-Jahren inspiriert ist, werden für ihre Herstellung die fortschrittlichsten Technologien der Uhrmacherei angewandt.

  • 1987

    Zum Gedenken an das 60. Jubiläum von Charles Lindberghs historischem Flug über den Atlantik überarbeitet das Unternehmen die von ihm erfundene Stundenwinkeluhr. Die neuen Varianten dieser berühmten Uhr sind mit mechanischen Uhrwerken ausgestattet.

  • 1989

    In diesem Jahr wird das 100. Jubiläum der Markeneintragung des Unternehmens, der geflügelten Sanduhr, gefeiert. Zu diesem Anlass produziert das Unternehmen eine Armbanduhr mit Automatikaufzug, die „Ephéméride“ genannt wird. Dieses Modell besitzt eine patentierte, äußere drehbare Lünette, die die Monate und die Zeitgleichungskurve anzeigt. Öffnungen zeigen die Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten sowie die Sonnendeklination an.

  • 1989

    Es werden neue Varianten der Conquest Kollektion produziert, insbesondere ein elektronischer Quarzchronograph.

  • 1993

    Einführung der Grand Classique de Longines Kollektion, eine Palette von eleganten, raffinierten Uhren, die vom klassischen Stil der traditionellen Uhrmacherei inspiriert sind.

  • 1997

    Lancierung der Longines DolceVita Kollektion, eine Uhrenlinie mit modernem Design. Diese moderne Darstellung von uhrmacherischer Eleganz verleiht ihr einen großen Erfolg.

    Zur Feier des 130. Jubiläums der Gründung des Unternehmens produziert Longines eine Reihe aus drei mechanischen Zeitmessern: mit Chronographenzähler, als Chronometer und eine Uhr, die 24 Zeitzonen anzeigt.

  • 2001

    Zur Feier der Produktion der 30-millionsten Uhr entwickelt das Unternehmen das Kaliber 990, eine Armbanduhr mit doppeltem Federhaus.

  • 2003

    Entwicklung der Longines evidenza Kollektion, eine Uhrenlinie mit einem tonneauförmigen Gehäuse. Sie bestätigt die Eleganz eines in der Tradition verwurzelten Designs.

  • 2005

    Als der Trend weltweit wieder zurück zu einer Vorliebe für mechanische Uhren geht, bringt Longines eine Kollektion auf den Markt, die der langen uhrmacherischen Geschichte des Unternehmens gewidmet ist. Die Longines Master Collection besteht ausschließlich aus mechanischen Uhren, sowohl mit Handaufzug als auch mit Automatikaufzug.

  • 2007

    Longines bekräftigt das Engagement in der Sportwelt und stellt eine breite Palette Sportuhren auf der Baselworld vor. Das Unternehmen war lange angesehen für sein Engagement als Zeitmesser bei Sportveranstaltungen, und sein Fachwissen kommt nun in den Armbanduhren der Longines Sport Collection zum Ausdruck.

  • 2007

    Markteinführung der Longines Master Collection Retrograde. 2004 beauftragte Longines die Firma ETA, die für Design und Herstellung von Kalibern in der Swatch Group zuständig ist, mit der Entwicklung eines mechanischen Uhrwerks. Die ETA fertigte exklusiv für Longines zwei Varianten eines mit retrograden Funktionen ausgestatteten Uhrwerks mit Automatikaufzug an. Diese Kaliber betreiben die Retrograde-Modelle der Longines Master Collection Retrograde.

  • 2010

    Longines präsentiert ein neues Uhrwerk des Chronographen mit Kolonnenrad, das das in Saint-Imier ansässige Unternehmen bei ETA zur exklusiven Nutzung bestellt hat. Dieses prestigeträchtige Kaliber mit automatischem Aufzug bewegt die Präzisions-Zeitmesser der Familien Heritage, The Longines Master Collection und seit 2012 The Longines Saint-Imier Collection.

  • 2011

    Longines bietet erstmals ein neues vierfaches Rücklauf-Laufwerk an, das auf seine Initiative hin von der Manufaktur ETA auf der Basis desselben von 2007 entwickelt wurde; auch dieses ist zu seiner alleinigen Nutzung bestimmt und bietet besonders ausgefeilte Phasen für Mond und Tag/Nacht an. Anfangs nur für die Uhren der Modelle The Longines Master Collection konzipiert,wird es seit 2012 auch in die Modellreihe The Longines Saint-Imier Collection integriert.

  • 2012

    Durch die Markeneinführung von The Longines Saint-Imier Collection, Luxusmodellen, die durch die prestigereichsten mechanischen Kaliber der Marke bewegt werden, ehrt Longines die Stadt, in der das Unternehmen entstanden ist. In der Ortschaft Saint-Imier ist der Uhrenhersteller nämlich auch heute noch ansässig. Und die Geschichte des Hauses mit dem Markenzeichen der geflügelten Sanduhr ist engstens mit derjenigen der Stadt verbunden. Getreu den Werten von Longines und Saint-Imier verkörpert die neue Produktreihe Präzisions-Zeitmesser, die Tradition und Innovation, Eleganz und Sportlichkeit vereinen.

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